Fermentierte Erdbeeren mit Ingwer (inkl. Erdbeer-Top-Cheong Rezept)
Wenn im Sommer frische Erdbeeren Saison haben, stellt sich oft dieselbe Frage: Wohin mit den vielen reifen Früchten, bevor sie verderben? Fermentierte Erdbeeren mit Ingwer sind eine der einfachsten Möglichkeiten, Erdbeeren auf natürliche Weise haltbarer zu machen und gleichzeitig ihren Geschmack völlig neu zu entdecken. Bereits nach 24 bis 48 Stunden entwickeln die Früchte eine angenehme Säure, eine feine natürliche Kohlensäure und ein überraschend komplexes Aroma, das wunderbar mit der frischen Schärfe von Ingwer harmoniert.
Das Besondere an diesem Artikel: Es bleibt nicht bei einem Rezept. Die abgeschnittenen Erdbeer-Tops werden nicht entsorgt, sondern zu einem aromatischen Erdbeer-Top-Cheong verarbeitet – einem fruchtigen Sirup nach koreanischer Tradition. So entsteht aus einer Zutat gleich zwei köstliche Rezepte und nahezu kein Lebensmittelabfall.
Für beide Anwendungen eignet sich das Pearl Jar 700 ml hervorragend. Das wiederverwendbare Glas ist ideal für kleine Fermentationen, selbstgemachte Sirupe und die saisonale Vorratshaltung. Egal, ob du gerade erst mit der Fermentation beginnst oder bereits Erfahrung mit Obst fermentieren hast – diese beiden Rezepte zeigen, wie einfach nachhaltige Lebensmittelverwertung im Alltag sein kann.

Warum Erdbeeren fermentieren?
Erdbeeren gehören zu den dankbarsten Früchten für eine kurze Milchsäuregärung. Durch ihren hohen natürlichen Zuckergehalt beginnen sie deutlich schneller zu fermentieren als viele Gemüsesorten oder festes Obst. Schon nach kurzer Zeit verändert sich ihr Aroma spürbar: Aus der reinen Süße entsteht ein ausgewogenes Zusammenspiel aus fruchtiger Frische, leichter Säure und einer feinen natürlichen Kohlensäure.
Genau diese schnelle Entwicklung macht fermentierte Erdbeeren zu einem idealen Rezept für Einsteiger. Während Sauerkraut oder Kimchi oft mehrere Tage oder sogar Wochen benötigen, reicht bei Erdbeeren meist ein Zeitraum von 24 bis 48 Stunden, um ein ausgewogenes Ergebnis zu erzielen.
Frischer Ingwer ergänzt den Geschmack auf natürliche Weise. Seine angenehme Schärfe bringt Frische ins Rezept, ohne die feinen Erdbeeraromen zu überdecken. Gleichzeitig verleiht er der Salzlake zusätzliche Tiefe und macht das fertige Ferment besonders sommerlich.
Auch aus nachhaltiger Sicht bietet dieses Rezept viele Vorteile. Während der Erdbeersaison landen häufig überreife Früchte oder die grünen Erdbeer-Tops im Müll. Durch Fermentation und die anschließende Herstellung eines Erdbeer-Cheongs lassen sich nahezu alle Bestandteile der Frucht sinnvoll weiterverwenden. Das schont Ressourcen und passt perfekt zu einer modernen Zero Waste Küche.
Warum dieses Rezept funktioniert
Es gibt viele Gründe, warum Fermentierte Erdbeeren mit Ingwer besonders beliebt sind.
- Bereits nach 24–48 Stunden fertig
- Perfekt für Einsteiger in die Fermentation
- Natürlich süß und angenehm säuerlich
- Leicht prickelnd durch natürliche Kohlensäure
- Frischer Ingwer sorgt für eine harmonische Balance
- Ideal für warme Sommertage
- Vielseitig verwendbar – von Frühstück bis Dessert
- Zero-Waste-Konzept durch den zusätzlichen Erdbeer-Top-Cheong
- Benötigt nur wenige Zutaten
- Wird komplett in einem wiederverwendbaren Glas zubereitet
Gerade weil die Fermentation so schnell abläuft, eignet sich dieses Rezept hervorragend für alle, die Obst fermentieren möchten, ohne mehrere Wochen auf das Ergebnis warten zu müssen.

Zutaten für fermentierte Erdbeeren mit Ingwer
Für dieses Rezept werden nur vier Grundzutaten benötigt. Gerade diese Einfachheit macht die natürliche Fermentation so faszinierend.
Frische Erdbeeren
Reife, möglichst feste Erdbeeren bilden die Grundlage dieses Rezepts. Ihr natürlicher Fruchtzucker dient den Milchsäurebakterien als Nahrung und sorgt dafür, dass die Fermentation schnell in Gang kommt.
Da Erdbeeren sehr weich sind, verändern sie ihre Konsistenz deutlich schneller als festes Obst. Deshalb empfiehlt es sich, das Ferment bereits nach einem Tag zum ersten Mal zu probieren.
Frischer Ingwer
Ingwer bringt eine angenehme Frische und eine leichte Schärfe mit, die hervorragend mit der Süße der Erdbeeren harmoniert.
Während der Fermentation gibt er seine ätherischen Öle langsam an die Salzlake ab und sorgt für ein ausgewogenes Aroma.
Meersalz
Salz übernimmt bei der Milchsäuregärung eine entscheidende Aufgabe.
Es unterstützt die Entwicklung der gewünschten Milchsäurebakterien und hemmt gleichzeitig unerwünschte Mikroorganismen.
Für dieses Rezept wird eine 2-prozentige Salzlake verwendet – ein bewährtes Verhältnis für viele Obst- und Gemüsefermente.
Wasser
Gefiltertes oder chlorfreies Wasser bildet die Grundlage der Lake.
Da Chlor die Aktivität der Milchsäurebakterien beeinträchtigen kann, ist gefiltertes Wasser für eine gleichmäßige Fermentation empfehlenswert.
Mit nur diesen vier Zutaten entsteht eines der einfachsten und gleichzeitig aromatischsten Rezepte zum Erdbeeren fermentieren.
Benötigtes Equipment – Pearl Jar 700 ml
Neben den Zutaten spielt auch das richtige Gefäß eine wichtige Rolle für eine erfolgreiche Fermentation.
Pearl Jar 700 ml
Das Pearl Jar 700 ml eignet sich ideal für kleine Mengen fermentierter Früchte. Das robuste Glas nimmt weder Gerüche noch Farben auf und kann immer wieder verwendet werden – eine nachhaltige Alternative zu Kunststoffbehältern.
Es eignet sich nicht nur für Fermentierte Erdbeeren mit Ingwer, sondern auch für:
- Gemüse fermentieren
- Erdbeer-Top-Cheong
- selbstgemachte Sirupe
- Overnight Oats
- Vorratshaltung
- saisonale Konservierung
Durch seine vielseitige Verwendung wird das Glas schnell zu einem festen Bestandteil einer nachhaltigen Küche.
Glas-Fermentationsgewicht
Damit die Fermentation sicher verläuft, müssen alle Zutaten vollständig unter der Lake bleiben.
Ein Glas-Fermentationsgewicht verhindert, dass die Erdbeeren an die Oberfläche steigen, und reduziert so den Kontakt mit Sauerstoff. Dadurch sinkt das Risiko von Kahmhefe oder Schimmel erheblich.
Airlock-Deckel
Während der Fermentation entsteht Kohlendioxid.
Ein Airlock-Deckel lässt das entstehende Gas entweichen, verhindert aber gleichzeitig, dass unnötig Sauerstoff in das Glas gelangt. Dadurch verläuft die Fermentation deutlich stabiler und das manuelle Öffnen des Glases wird weitgehend überflüssig.
Gerade Anfänger empfinden diese Art der Fermentation als besonders unkompliziert.
Küchenwaage oder Messlöffel
Ein genaues Salzverhältnis ist entscheidend für ein gutes Ergebnis.
Für dieses Rezept gilt:
10 g Meersalz auf 500 ml Wasser = 2 % Salzlake
Mit einer Küchenwaage gelingt dieses Verhältnis zuverlässig und sorgt für konstante Ergebnisse.

Rezept
Fermentierte Erdbeeren mit Ingwer
Ergibt: 1 × 700 ml Glas
Zutaten
- 350–450 g frische Erdbeeren
- 10–20 g frischer Ingwer, in Scheiben oder leicht angedrückt
- 500 ml gefiltertes Wasser
- 10 g Meersalz
Dies entspricht einer 2-prozentigen Salzlake.
Schritt-für-Schritt-Rezept – Fermentierte Erdbeeren mit Ingwer
Fermentierte Erdbeeren mit Ingwer gehören zu den einfachsten Rezepten, wenn du mit der Obstfermentation beginnen möchtest. Durch ihren hohen natürlichen Zuckergehalt starten Erdbeeren die Milchsäuregärung besonders schnell und entwickeln bereits nach kurzer Zeit ihr typisch fruchtig-säuerliches Aroma.
Entscheidend für ein gelungenes Ergebnis ist, dass alle Früchte vollständig unter der Salzlake bleiben und du die Erdbeeren bereits nach dem ersten Tag probierst. In den meisten Küchen erreichen sie ihren idealen Geschmack bereits nach 24 bis 48 Stunden.
Schritt 1 – Erdbeeren vorbereiten
Wasche die Erdbeeren vorsichtig unter kaltem Wasser und sortiere beschädigte oder überreife Früchte aus. Verwende möglichst feste, aromatische Erdbeeren, da sie ihre Form während der Fermentation etwas besser behalten.
Entferne anschließend die grünen Erdbeer-Tops – aber wirf sie nicht weg. Aus ihnen entsteht später ein aromatischer Erdbeer-Top-Cheong, sodass dieses Rezept nahezu ohne Lebensmittelabfälle auskommt.
Lass die Erdbeeren möglichst ganz. Ganze Früchte behalten ihre Konsistenz deutlich besser als halbierte oder geschnittene Erdbeeren.

Schritt 2 – Ingwer vorbereiten
Schneide den frischen Ingwer in dünne Scheiben oder drücke ihn leicht mit der flachen Seite eines Messers an.
Während der Fermentation gibt der Ingwer seine ätherischen Öle langsam an die Lake ab. Dadurch erhält das Ferment eine angenehme Frische und eine dezente Schärfe, ohne den feinen Erdbeergeschmack zu überdecken.

Schritt 3 – Die 2 % Salzlake herstellen
Vermische in einem Messbecher:
- 500 ml gefiltertes Wasser
- 10 g Meersalz
Rühre so lange, bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat.
Diese 2-prozentige Salzlake hat sich für viele Obst- und Gemüsefermente bewährt. Sie unterstützt die Entwicklung der gewünschten Milchsäurebakterien und schafft optimale Bedingungen für eine sichere Fermentation.

Schritt 4 – Das Glas befüllen
Fülle die Erdbeeren zusammen mit den Ingwerscheiben in das saubere Pearl Jar 700 ml.
Gieße anschließend die vorbereitete Salzlake darüber, bis alle Früchte vollständig bedeckt sind.
Lass dabei etwa 2 bis 3 cm Platz bis zum Glasrand. Während der Fermentation bildet sich Kohlendioxid, wodurch der Flüssigkeitsspiegel leicht ansteigen kann.

Schritt 5 – Alles unter der Lake halten
Für eine erfolgreiche Fermentation müssen alle Zutaten vollständig unter der Lake bleiben.
Lege deshalb ein Glas-Fermentationsgewicht auf die Erdbeeren. Es verhindert, dass die Früchte an die Oberfläche steigen und mit Sauerstoff in Berührung kommen.
So verringerst du das Risiko von Kahmhefe oder Schimmel und schaffst ideale Bedingungen für die Milchsäuregärung.

Schritt 6 – Fermentieren
Verschließe das Glas und lasse es 24 bis 48 Stunden bei Zimmertemperatur stehen.
Da Erdbeeren besonders viel natürlichen Zucker enthalten, setzt die Fermentation sehr schnell ein. Bereits nach einem Tag können sich kleine Bläschen bilden – ein Zeichen dafür, dass die Milchsäurebakterien aktiv sind.
Probiere die Erdbeeren nach etwa 24 Stunden zum ersten Mal.
Der ideale Geschmack ist:
- angenehm fruchtig
- leicht säuerlich
- dezent prickelnd
- frisch und aromatisch
- noch angenehm bissfest
Je wärmer deine Küche ist, desto schneller verläuft die Fermentation.
Schritt 7 – Kühl lagern
Sobald dir der Geschmack gefällt, stellst du das Glas in den Kühlschrank.
Die niedrige Temperatur verlangsamt die Fermentation deutlich und hilft dabei, Aroma und Konsistenz möglichst lange zu erhalten.
Wie funktioniert Obstfermentation?
Viele verbinden Fermentation vor allem mit Sauerkraut oder Kimchi. Tatsächlich funktioniert die Milchsäuregärung bei Obst nach demselben Prinzip.
Auf der Oberfläche frischer Erdbeeren befinden sich von Natur aus Milchsäurebakterien. Sobald die Früchte vollständig unter einer Salzlake liegen, beginnen diese Bakterien den natürlichen Fruchtzucker zu verwerten.
Dabei entsteht Milchsäure. Sie senkt den pH-Wert im Glas und sorgt dafür, dass sich die gewünschten Mikroorganismen durchsetzen können. Gleichzeitig entwickelt sich der typische frisch-säuerliche Geschmack fermentierter Lebensmittel.
Da Erdbeeren besonders viel Zucker enthalten, läuft dieser Prozess deutlich schneller ab als bei den meisten Gemüsesorten.
Während der Fermentation kannst du beobachten, wie sich die Früchte verändern:
- kleine Kohlensäurebläschen entstehen,
- die Lake färbt sich leicht rosa,
- die Erdbeeren werden etwas weicher,
- das Aroma entwickelt mehr Tiefe,
- die Süße wird durch eine angenehme Säure ergänzt.
Diese Veränderungen sind vollkommen normal und zeigen, dass die Fermentation erfolgreich verläuft.
Obwohl bei jeder Fermentation geringe Mengen Alkohol entstehen können, handelt es sich bei diesem Rezept um eine Milchsäuregärung. Durch die kurze Fermentationszeit und das anschließende Kühlen bleibt der Alkoholgehalt in der Regel sehr gering.
Warum Erdbeerfermentation besonders schnell ist
Im Vergleich zu Äpfeln oder Gemüse gehören Erdbeeren zu den empfindlichsten Früchten.
Ihre weiche Zellstruktur und der hohe natürliche Zuckergehalt sorgen dafür, dass die Fermentation bereits nach kurzer Zeit deutlich voranschreitet.
Unsere Erfahrung zeigt:
Nach 24 Stunden
- fruchtig
- leicht säuerlich
- erste feine Kohlensäure
- noch sehr feste Konsistenz
Nach 36 Stunden
- intensiveres Aroma
- ausgewogene Säure
- mehr Kohlensäure
- etwas weichere Früchte
Nach 48 Stunden
- harmonisch süß-säuerlich
- angenehm prickelnd
- ideal für Desserts und Frühstück
- deutlich weichere Konsistenz
Lässt du die Erdbeeren länger bei Raumtemperatur stehen, werden sie schnell sehr weich. Deshalb empfehlen wir, spätestens nach 48 Stunden in den Kühlschrank zu wechseln.
Gerade im Hochsommer lohnt es sich sogar, bereits nach 18 bis 24 Stunden zum ersten Mal zu probieren.
Verwendung der fermentierten Erdbeeren
Die leicht säuerlichen, fruchtigen Erdbeeren lassen sich vielseitig verwenden und bringen eine spannende Geschmacksnote in viele Sommergerichte.
Sie passen hervorragend zu:
- Naturjoghurt
- Overnight Oats
- Porridge
- Pancakes
- Waffeln
- Eiscreme
- Käsekuchen
- Frühstücksbowls
- Obstsalaten
- Smoothies
- Sprudelwasser
- hausgemachter Limonade
- Cocktails
- Mocktails
- sommerlichen Desserts
Auch die Salzlake solltest du nicht wegschütten. Ein kleiner Schuss im Mineralwasser sorgt für ein angenehm fruchtiges, leicht säuerliches Erfrischungsgetränk.
Aufbewahrung
Da Erdbeeren sehr empfindlich sind, handelt es sich um eine Kurzfermentation.
Für die beste Qualität gilt:
- Nach der Fermentation sofort im Kühlschrank aufbewahren.
- Die Erdbeeren immer vollständig unter der Lake halten.
- Nur mit sauberen Löffeln entnehmen.
- Innerhalb von etwa einer Woche verbrauchen.
Riechen die Erdbeeren unangenehm, bilden sich Schimmel oder andere deutliche Anzeichen von Verderb, sollten sie entsorgt werden.
Ein gelungenes Ferment riecht frisch, fruchtig und leicht säuerlich – niemals faulig oder unangenehm.
Erdbeer-Top-Cheong (Zero-Waste Rezept)
Wenn du Erdbeeren für die Fermentation vorbereitest, bleiben die grünen Erdbeer-Tops meist übrig. Dabei enthalten sie noch erstaunlich viel Aroma und oft sogar kleine Stücke der Frucht. Statt sie wegzuwerfen, kannst du daraus einen Erdbeer-Top-Cheong herstellen – einen fruchtigen Sirup, der nach einer traditionellen koreanischen Methode entsteht.
Cheong ist keine klassische Fermentation wie die Milchsäuregärung, sondern eine Konservierungsmethode auf Zuckerbasis. Durch Osmose entzieht der Zucker den Erdbeer-Tops langsam Flüssigkeit. Innerhalb weniger Tage entsteht so ein intensiv aromatischer Sirup – ganz ohne Kochen.
Dieses Zero-Waste-Rezept ist eine einfache Möglichkeit, Lebensmittelreste sinnvoll weiterzuverwerten und den vollen Geschmack der Erdbeersaison zu nutzen. Gleichzeitig zeigt es, wie vielseitig das Pearl Jar 700 ml eingesetzt werden kann – sowohl für Fermentation als auch für die Herstellung von Sirupen und saisonalen Vorräten.
Zutaten für den Erdbeer-Top-Cheong
Für dieses Rezept benötigst du lediglich zwei Zutaten.
Erdbeer-Tops
Wasche die Erdbeeren gründlich, bevor du die grünen Blätter entfernst. Lasse möglichst ein kleines Stück Fruchtfleisch an den Tops, denn genau dort steckt besonders viel Aroma.
Zucker
Für einen klassischen Cheong wird das gleiche Gewicht an Zucker wie an Erdbeer-Tops verwendet.
Dieses 1:1-Verhältnis sorgt nicht nur für die Süße, sondern entzieht den Erdbeerresten gleichzeitig Wasser. So entsteht auf natürliche Weise ein haltbarer Sirup.
Beispiel
- 250 g Erdbeer-Tops
- 250 g Zucker
Rezept – Erdbeer-Top-Cheong
Ergibt: 1 × 700 ml Glas
Zutaten
- 250–300 g Erdbeer-Tops
- 250–300 g Zucker
Verhältnis: 1 : 1 nach Gewicht
Zubereitung – Erdbeer-Top-Cheong
Schritt 1 – Erdbeer-Tops aufbewahren
Nachdem die Erdbeeren gewaschen wurden, entfernst du die grünen Blätter. Lasse ruhig etwas Fruchtfleisch daran – das intensiviert später den Geschmack des Sirups.
Schritt 2 – Zutaten abwiegen
Wiege zunächst die Erdbeer-Tops.
Anschließend wiegst du exakt dieselbe Menge Zucker ab.
Dieses Verhältnis ist entscheidend für eine sichere Sirupbildung und eine gute Haltbarkeit.
Schritt 3 – Schichten
Fülle nun abwechselnd eine Schicht Erdbeer-Tops und eine Schicht Zucker in ein sauberes Pearl Jar 700 ml.
Wiederhole diesen Vorgang, bis alle Zutaten aufgebraucht sind.
Der Zucker sollte die Erdbeer-Tops möglichst vollständig umschließen.

Schritt 4 – Sirup entstehen lassen
Verschließe das Glas und lasse es 24 bis 48 Stunden bei Raumtemperatur stehen.
Bewege oder schüttle das Glas einmal täglich vorsichtig.
Der Zucker beginnt nun, den Erdbeer-Tops Flüssigkeit zu entziehen. Schon nach kurzer Zeit sammelt sich am Boden ein intensiv rot gefärbter Sirup.
Schritt 5 – Im Kühlschrank ziehen lassen
Sobald sich ausreichend Sirup gebildet hat, stellst du das Glas in den Kühlschrank.
Lasse den Cheong dort weitere 2 bis 5 Tage ziehen.
In dieser Zeit entwickelt sich ein besonders intensives Erdbeeraroma.
Schritt 6 – Abseihen
Wenn der Sirup angenehm süß und intensiv fruchtig schmeckt, gießt du ihn durch ein feines Sieb.
Den fertigen Erdbeer-Cheong füllst du anschließend in eine saubere Glasflasche oder ein kleines Glas.
Verwendung des Erdbeer-Cheongs
Der selbstgemachte Erdbeer-Cheong ist unglaublich vielseitig und bringt fruchtige Süße in viele Sommergerichte.
Er passt hervorragend zu:
- Sprudelwasser
- Mineralwasser
- Limonade
- Eistee
- Cocktails
- Mocktails
- Naturjoghurt
- Overnight Oats
- Pancakes
- Waffeln
- Porridge
- Eiscreme
- Käsekuchen
- Obstsalaten
- sommerlichen Desserts
Auch Dressings oder fruchtige Saucen lassen sich damit wunderbar verfeinern.
Aufbewahrung
Für die beste Qualität gilt:
- Im Kühlschrank aufbewahren.
- Innerhalb von 2 bis 3 Wochen verbrauchen.
- Immer saubere Löffel verwenden.
- Das Glas nach jeder Entnahme wieder gut verschließen.
Sollte der Sirup unangenehm riechen oder sich Schimmel bilden, muss er entsorgt werden.
Häufige Fehler
Selbst bei einfachen Rezepten können ein paar hilfreiche Tipps nützlich sein.
Fermentierte Erdbeeren
Zu lange bei Raumtemperatur
Erdbeeren gehören zu den weichsten Früchten überhaupt. Bleiben sie zu lange draußen, verlieren sie schnell ihre Struktur.
Unser Tipp: Bereits nach 24 Stunden zum ersten Mal probieren.
Falsches Salzverhältnis
Zu wenig Salz kann das Wachstum unerwünschter Mikroorganismen fördern.
Zu viel Salz verlangsamt die Fermentation deutlich.
Eine 2-prozentige Salzlake liefert in den meisten Fällen die besten Ergebnisse.
Die Früchte schwimmen oben
Alle Zutaten sollten vollständig unter der Lake bleiben.
Ein Glas-Fermentationsgewicht verhindert den Kontakt mit Sauerstoff und reduziert das Risiko von Kahmhefe oder Schimmel.
Zu warme Umgebung
Hohe Temperaturen beschleunigen die Fermentation erheblich.
Gerade im Sommer lohnt es sich, die Erdbeeren schon nach 18 bis 24 Stunden zu kontrollieren.
Erdbeer-Top-Cheong
Falsches Zuckerverhältnis
Der klassische Cheong wird im Verhältnis 1 : 1 hergestellt.
Weniger Zucker kann die Haltbarkeit verkürzen und die Sirupbildung beeinträchtigen.
Unsaubere Arbeitsweise
Verwende ausschließlich saubere Gläser und Löffel, um Verunreinigungen zu vermeiden.
Das Glas nicht bewegen
Ein tägliches Schütteln oder vorsichtiges Umrühren sorgt dafür, dass sich der Zucker gleichmäßig auflöst.
Schimmelbildung ignorieren
Zeigt sich Schimmel auf der Oberfläche, sollte der komplette Inhalt entsorgt werden.
Rezeptvariationen
Wenn dir das Grundrezept gefällt, kannst du problemlos mit weiteren Zutaten experimentieren.
Besonders gut passen:
- Erdbeeren und Basilikum
- Erdbeeren und Minze
- Erdbeeren und Chili
- Zitronenschale
- Vanille
- Zimt
- Orangenschale
- Sternanis
- frischer Thymian
So entstehen immer wieder neue sommerliche Geschmackskombinationen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann man Erdbeeren fermentieren?
Ja. Erdbeeren eignen sich hervorragend für eine kurze Milchsäuregärung. Durch ihren hohen Zuckergehalt beginnt die Fermentation bereits nach kurzer Zeit.
Wie lange halten fermentierte Erdbeeren?
Nach der Fermentation sollten sie im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von etwa einer Woche verzehrt werden.
Schmecken fermentierte Erdbeeren alkoholisch?
Nein, normalerweise nicht.
Dieses Rezept basiert auf einer Milchsäuregärung. Zwar können sich geringe Mengen Alkohol bilden, durch die kurze Fermentationsdauer bleiben diese jedoch minimal.
Warum entstehen Bläschen?
Die kleinen Bläschen sind Kohlendioxid, das während der Fermentation entsteht.
Sie zeigen, dass die Milchsäurebakterien aktiv arbeiten.
Kann man die Lake wiederverwenden?
Die Lake eignet sich hervorragend zum Verfeinern von Dressings oder als kleiner Schuss in Mineralwasser.
Für einen neuen Fermentationsansatz empfiehlt sich jedoch immer eine frisch angesetzte Salzlake.
Was ist Erdbeer-Cheong?
Cheong ist eine traditionelle koreanische Methode, Früchte mit Zucker haltbar zu machen.
Durch Osmose entsteht innerhalb weniger Tage ein aromatischer Fruchtsirup – ganz ohne Kochen.
Kann man weniger Zucker verwenden?
Für einen klassischen Cheong ist das 1:1-Verhältnis empfehlenswert. Es sorgt für eine zuverlässige Sirupbildung und eine gute Haltbarkeit.
Unsere Produktempfehlung
Für dieses Rezept benötigst du keine komplizierte Ausrüstung – einige hochwertige Helfer erleichtern jedoch den Einstieg in die Fermentation.
Fermentation Starter Set
Das Fermentation Starter Set enthält alles, was du für erfolgreiche kleine Fermentationen benötigst:
- Fermentationsglas
- Glas-Fermentationsgewicht
- Airlock-Deckel
- praktisches Zubehör für den Einstieg
Damit gelingen nicht nur fermentierte Erdbeeren, sondern auch Sauerkraut, Kimchi, fermentierte Äpfel oder anderes Gemüse besonders einfach.
Sunny Cap Jar (700 ml)
Das Sunny Cap Jar (700 ml) ist ein vielseitiges Küchenglas für:
- Obst fermentieren
- Gemüse fermentieren
- Erdbeer-Top-Cheong
- selbstgemachte Sirupe
- Overnight Oats
- Vorratshaltung
- saisonale Haltbarmachung
Durch seine handliche Größe eignet es sich besonders gut für kleine Chargen und saisonale Rezepte.

